Der Nordvicus von Krefeld-Gellep

Siedlungsstrukturen, Handwerk und Alltag am niedergermanischen Limes

Eric Sponville, Viktoria Appel & Linda Marie Reckmann | Forthcoming

Der Nordvicus von Krefeld-Gellep

Siedlungsstrukturen, Handwerk und Alltag am niedergermanischen Limes

Eric Sponville, Viktoria Appel & Linda Marie Reckmann | Forthcoming


Paperback ISBN: 9789464264784 | Hardback ISBN: 9789464264791 | Imprint: Sidestone Press | Format: 210x280mm | ca. 320 pp. | Language: German | 126 illus. (bw) | 53 illus. (fc) | Keywords: archaeology; Roman vicus; military vicus; Rhine frontier; Roman coins; Roman fibulae | download cover | DOI: 10.59641/a5d1x2y3z4 | CC-license: CC BY 4.0

Publication date: 15-12-2026

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Die römischen Siedlungen und Kastellstandorte entlang des niedergermanischen Limes gehören zu den wichtigsten Zeugnissen der römischen Epoche in Westeuropa und gehören heute zum UNESCO Weltkulturerbe.

In den Jahren 2017 und 2018 fanden in Krefeld-Gellep, nördlich des römischen Kastells großflächige Ausgrabungen statt. Im Rahmen dieser archäologischen Untersuchungen konnten Reste des vorrömischen und römischen Gräberfeldes, zahlreiche Spuren der Bataverschlacht von 69 n.Chr. jedoch vor allem der gesamte römische Vicus erforscht werden. Mit zahlreichen Streifenhäusern, großformatigen Hallenbauten, einer Mansio und einem kleinen Heiligtum stellt die Siedlung einen der wenigen vollständig erforschten römischen Kastellvici am niedergermanischen Limes dar.

Der gut erhaltene Töpfereibetrieb, eine metallverarbeitende Fabrica, eine Räucherkammer, eine Darre, sowie zahlreicher Einzelfunde erlauben es tiefergehende Einblicke in das alltägliche Handwerk und Gewerbe einer römischen Siedlung zu gewinnen. Die vielen Fundstücke zeigen zudem deutlich die enge Verbindung zwischen dem zivilen Leben innerhalb des Vicus und dem militärischen Dienst des südlich angrenzenden Kastells.

Mit der Aufarbeitung der römischen Münzen sowie der Fibeln aus der Grabung konnten außerdem gleich zwei wichtige Fundgattungen detailliert aufgearbeitet werden und ergänzen das Bild welches wir von dieser Siedlung zeichnen können.

Somit bildet der Nordvicus von Krefeld-Gellep einen außergewöhnlich vollständig untersuchten Fundplatz am Weltkulturerbe niedergermanischer Limes und ergänzt unser Wissen über das Leben an der römischen Reichsgrenze.


English abstract

In 2017 and 2018, extensive excavations took place north of the Roman fort in Krefeld-Gellep. As part of these archaeological investigations, the entire northern Roman vicus was explored. With its numerous stripehouses, large-scale barn buildings, a mansio and a small sanctuary, the settlement represents one of the few fully excavated Roman military vicus sites along the Lower German Limes.

Different workshops and numerous individual finds provide deep insights into the everyday crafts and trades of a Roman settlement. The many artefacts also clearly demonstrate the close connection between civilian life within the vicus and the military service of the fort to the south.

Furthermore, the analysis of the Roman coins and fibulae from the excavation has enabled two important categories of finds to be studied in detail, thereby complementing the picture we can paint of this settlement.

PART 1: Der Nordvicus von Krefeld-Gellep – Siedlungsstrukturen, Handwerk und Gewerbe in der nördlichen Zivilsiedlung von Gelduba
Eric Sponville

1) Einleitung
2) Geschichte und Stand der Forschung
2.1) Forschungsgeschichte
2.2) Forschung zu den Kastellvici am Limes
3) Fragestellung und Methodik
3.1) Fragestellung und Ziele
3.2) Erhaltungsbedingungen
3.3) Grabungsmethode und Dokumentation
4) Topographie und überregionale Verkehrsgeographie
5) Die vorrömische Besiedlung Gelleps
6) Die Bataverschlacht und ihre Bedeutung für den Nordvicus
7) Der römische Siedlungsplatz Gelduba – Struktur und Infrastruktur
8) Der Nordvicus von Krefeld-Gellep
8.1) Grabungen der 1970er, 1980er und frühen 2000er in und um den Nordvicus
8.2) Die Entwicklung des Nordvicus von Gelduba
8.3) Die Datierung der Perioden
8.4) Die Baubefunde des Vicus
8.5) Handwerk und Gewerbe im Vicus

PART 2: Die Fundmünzen aus dem Nordvicus von Krefeld-Gellep
Viktoria Appel

1. Einführung
2. Material und Zielsetzung
2.1) Materialgrundlage und Vorgehen
2.2) Ziel und Problematik
3. Besonderheiten im Material
3.1) Prägestätten
3.2) Lochung, Gegenstempel, Subaerat und „Graffito“
3.3) Imitation und Stempelkopplung
4. Auswertung der Fundmünzen
4.1) Verteilung nach Prägeherr und Stückzahl
4.2) Verteilung nach Prägezeit
4.3) Geldwerte und Wirtschaft
4.4) Verteilung nach Gewicht und Nominal
4.5) Verteilung der Prägestätten
5. Verteilungsmuster und Kontextualisierung
6. Fundplatz Krefeld-Gellep – ein Vergleich
6.1) Ein Fundplatz – verschiedene Kontexte
6.2) Regionaler Maßstab
6.3) Zusammenfassung

PART 3: Die Fibeln aus dem Nordvicus von Krefeld-Gellep
Linda Marie Reckmann

1) Einführung
2) Fibeln: Gebrauch und Bedeutung
3) Typologie
3.1) Eingliedrige Spiralfibeln mit unterer Sehne
3.2) Eingliedrige Spiralfibeln mit oberer Sehne und Sehnenhaken
3.3) Zweigliedrige Spiralfibeln
3.4) Hülsenscharnierfibeln
3.5) Backenscharnierfibeln
3.6) Röhrenscharnierfibeln
3.7) Fränkische Bügelfibeln
4) Chronologie
5) Die Fibeln im Kontext des Vicus
6) Fazit und Ausblick

Dr. Eric Sponville

Eric Sponville studied the archaeology of the Roman provinces at the University of Cologne. His research focused primarily on the Germanic provinces along the Rhine frontier. After completing his Master’s thesis, he had the opportunity to take part in the excavation of the Nordvicus at Krefeld-Gellep and subsequently to pursue a PhD on this very topic under the supervision of Prof. Dr Deschler-Erb. Since 2022, Eric Sponville has been working for an archaeological excavation company in Luxembourg. His research interests lie primarily in civilian life in the Roman north-western provinces.

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Viktoria Appel MA

Viktoria Appel has been working as a numismatist in the coin trade since 2020. She studied Ancient Cultural Studies at the University of Konstanz and completed a Master’s degree in Classical Archaeology at the University of Cologne, with a minor in Numismatics. Throughout her studies, ancient numismatics was a central focus of her academic work and formed the subject of both her final theses. Her involvement in the excavation project in Krefeld enabled her, as part of her Master’s thesis, to engage in-depth with the numismatic material and its archaeological context.

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Linda Marie Reckmann BA

Linda Marie Reckmann is currently pursuing a master’s degree of Roman Provincial and Classical Archaeology at the University of Cologne. In 2024, she completed her bachelor’s degree in the same archaeological disciplines with a thesis on the Roman Provincial and Frankish brooches from the northern vicus of Krefeld-Gellep.

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Sponville, E., Appel, V., & Reckmann, L. M. (in press). Der Nordvicus von Krefeld-Gellep. Siedlungsstrukturen, Handwerk und Alltag am niedergermanischen Limes. Sidestone Press. https://doi.org/10.59641/a5d1x2y3z4

Abstract:

Die römischen Siedlungen und Kastellstandorte entlang des niedergermanischen Limes gehören zu den wichtigsten Zeugnissen der römischen Epoche in Westeuropa und gehören heute zum UNESCO Weltkulturerbe.

In den Jahren 2017 und 2018 fanden in Krefeld-Gellep, nördlich des römischen Kastells großflächige Ausgrabungen statt. Im Rahmen dieser archäologischen Untersuchungen konnten Reste des vorrömischen und römischen Gräberfeldes, zahlreiche Spuren der Bataverschlacht von 69 n.Chr. jedoch vor allem der gesamte römische Vicus erforscht werden. Mit zahlreichen Streifenhäusern, großformatigen Hallenbauten, einer Mansio und einem kleinen Heiligtum stellt die Siedlung einen der wenigen vollständig erforschten römischen Kastellvici am niedergermanischen Limes dar.

Der gut erhaltene Töpfereibetrieb, eine metallverarbeitende Fabrica, eine Räucherkammer, eine Darre, sowie zahlreicher Einzelfunde erlauben es tiefergehende Einblicke in das alltägliche Handwerk und Gewerbe einer römischen Siedlung zu gewinnen. Die vielen Fundstücke zeigen zudem deutlich die enge Verbindung zwischen dem zivilen Leben innerhalb des Vicus und dem militärischen Dienst des südlich angrenzenden Kastells.

Mit der Aufarbeitung der römischen Münzen sowie der Fibeln aus der Grabung konnten außerdem gleich zwei wichtige Fundgattungen detailliert aufgearbeitet werden und ergänzen das Bild welches wir von dieser Siedlung zeichnen können.

Somit bildet der Nordvicus von Krefeld-Gellep einen außergewöhnlich vollständig untersuchten Fundplatz am Weltkulturerbe niedergermanischer Limes und ergänzt unser Wissen über das Leben an der römischen Reichsgrenze.


English abstract

In 2017 and 2018, extensive excavations took place north of the Roman fort in Krefeld-Gellep. As part of these archaeological investigations, the entire northern Roman vicus was explored. With its numerous stripehouses, large-scale barn buildings, a mansio and a small sanctuary, the settlement represents one of the few fully excavated Roman military vicus sites along the Lower German Limes.

Different workshops and numerous individual finds provide deep insights into the everyday crafts and trades of a Roman settlement. The many artefacts also clearly demonstrate the close connection between civilian life within the vicus and the military service of the fort to the south.

Furthermore, the analysis of the Roman coins and fibulae from the excavation has enabled two important categories of finds to be studied in detail, thereby complementing the picture we can paint of this settlement.

Contents

PART 1: Der Nordvicus von Krefeld-Gellep – Siedlungsstrukturen, Handwerk und Gewerbe in der nördlichen Zivilsiedlung von Gelduba
Eric Sponville

1) Einleitung
2) Geschichte und Stand der Forschung
2.1) Forschungsgeschichte
2.2) Forschung zu den Kastellvici am Limes
3) Fragestellung und Methodik
3.1) Fragestellung und Ziele
3.2) Erhaltungsbedingungen
3.3) Grabungsmethode und Dokumentation
4) Topographie und überregionale Verkehrsgeographie
5) Die vorrömische Besiedlung Gelleps
6) Die Bataverschlacht und ihre Bedeutung für den Nordvicus
7) Der römische Siedlungsplatz Gelduba – Struktur und Infrastruktur
8) Der Nordvicus von Krefeld-Gellep
8.1) Grabungen der 1970er, 1980er und frühen 2000er in und um den Nordvicus
8.2) Die Entwicklung des Nordvicus von Gelduba
8.3) Die Datierung der Perioden
8.4) Die Baubefunde des Vicus
8.5) Handwerk und Gewerbe im Vicus

PART 2: Die Fundmünzen aus dem Nordvicus von Krefeld-Gellep
Viktoria Appel

1. Einführung
2. Material und Zielsetzung
2.1) Materialgrundlage und Vorgehen
2.2) Ziel und Problematik
3. Besonderheiten im Material
3.1) Prägestätten
3.2) Lochung, Gegenstempel, Subaerat und „Graffito“
3.3) Imitation und Stempelkopplung
4. Auswertung der Fundmünzen
4.1) Verteilung nach Prägeherr und Stückzahl
4.2) Verteilung nach Prägezeit
4.3) Geldwerte und Wirtschaft
4.4) Verteilung nach Gewicht und Nominal
4.5) Verteilung der Prägestätten
5. Verteilungsmuster und Kontextualisierung
6. Fundplatz Krefeld-Gellep – ein Vergleich
6.1) Ein Fundplatz – verschiedene Kontexte
6.2) Regionaler Maßstab
6.3) Zusammenfassung

PART 3: Die Fibeln aus dem Nordvicus von Krefeld-Gellep
Linda Marie Reckmann

1) Einführung
2) Fibeln: Gebrauch und Bedeutung
3) Typologie
3.1) Eingliedrige Spiralfibeln mit unterer Sehne
3.2) Eingliedrige Spiralfibeln mit oberer Sehne und Sehnenhaken
3.3) Zweigliedrige Spiralfibeln
3.4) Hülsenscharnierfibeln
3.5) Backenscharnierfibeln
3.6) Röhrenscharnierfibeln
3.7) Fränkische Bügelfibeln
4) Chronologie
5) Die Fibeln im Kontext des Vicus
6) Fazit und Ausblick

Dr. Eric Sponville

Eric Sponville studied the archaeology of the Roman provinces at the University of Cologne. His research focused primarily on the Germanic provinces along the Rhine frontier. After completing his Master’s thesis, he had the opportunity to take part in the excavation of the Nordvicus at Krefeld-Gellep and subsequently to pursue a PhD on this very topic under the supervision of Prof. Dr Deschler-Erb. Since 2022, Eric Sponville has been working for an archaeological excavation company in Luxembourg. His research interests lie primarily in civilian life in the Roman north-western provinces.

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Viktoria Appel MA

Viktoria Appel has been working as a numismatist in the coin trade since 2020. She studied Ancient Cultural Studies at the University of Konstanz and completed a Master’s degree in Classical Archaeology at the University of Cologne, with a minor in Numismatics. Throughout her studies, ancient numismatics was a central focus of her academic work and formed the subject of both her final theses. Her involvement in the excavation project in Krefeld enabled her, as part of her Master’s thesis, to engage in-depth with the numismatic material and its archaeological context.

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Linda Marie Reckmann BA

Linda Marie Reckmann is currently pursuing a master’s degree of Roman Provincial and Classical Archaeology at the University of Cologne. In 2024, she completed her bachelor’s degree in the same archaeological disciplines with a thesis on the Roman Provincial and Frankish brooches from the northern vicus of Krefeld-Gellep.

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